Manchmal merkt man schon beim Betreten einer Location, dass es keine «normale» Veranstaltung wird und genau so war es auch bei Experts Live Dänemark 2026 in Kopenhagen. Volle Hallen, Stimmengewirr in verschiedensten Sprachen. Menschen, die sich nach Monaten wiedersehen und andere, die sich zum ersten Mal begegnen. Mit über 1'150 Teilnehmenden, mehr als 100 Sessions in 10 Tracks und Speakern aus über 15 Ländern war der Event nicht nur gross, sondern vor allem eines: ein Schmelztiegel aus Wissen, Perspektiven und Energie.
Was ELDK besonders macht, ist die Atmosphäre. Der Austausch war offen, nahbar und voll von Neugierde – an Strategien, neuen Technologien und verschiedenen Ansätzen zur Lösungsfindung. Jannik Reinhard, Head of AI bei Epic Fusion, bringt es auf den Punkt: «ELDK26 war für mich vor allem wegen der Community ein echtes Highlight. Wir haben viele Leader der Industrie getroffen und der Austausch war extrem wertvoll – er hat gezeigt, wie offen und vernetzt das Microsoft-Ökosystem heute ist.» Und genau dieses Gefühl zog sich durch beide Tage: weniger Konkurrenzdenken, mehr gemeinsames Weiterentwickeln. In einer Branche, die sich so rasant bewegt, braucht es genau das – den ehrlichen Austausch unter Praktikern, die täglich mit den gleichen Herausforderungen kämpfen.
Die ELDK26 erstreckte sich über zwei intensive Tage. Der erste Tag stand ganz im Zeichen von ganztägigen Master Classes: tiefe, praxisorientierte Workshops zu Security, Intune, Azure Networking, Microsoft 365, Identity, Data & Fabric, AI, und Windows 365. Wer sich hier eingefunden hat, kam nicht für Überblicke, sondern für echtes Hands-on-Wissen auf Expert-Level.
Der zweite Tag bot dann die volle Bandbreite: über 100 Sessions verteilt auf zehn parallele Tracks. Im Fokus standen Topics wie Security, Modern Workplace, Azure, Microsoft 365, Identity, Data, AI, AVD/ Windows 365, Automation und Development. Dazu kamen Panel-Diskussionen, 1:1 «Ask The Expert» Sessions und eine lebhafte Expo. Die thematische Vielfalt war beeindruckend. Und trotzdem zog sich ein Thema wie ein roter Faden durch nahezu alle Tracks: AI.
Ob in der Keynote zu einem modernen Defense Stack mit Agentic AI, in Sessions zu AI Agents für Intune und Entra ID, bei der Observability für LLM Agents, beim Einsatz von MCP in IT-Operations oder bei der Zero-Trust-Absicherung von Copilot Deployments – AI war nicht mehr ein isolierter Track, sondern durchdrang praktisch jeden Bereich. In den Security-Sessions ging es um AI Security Posture Management und um die Frage, wie AI-gestützte SOCs die Incident Response verändern. Im Modern Workplace Track zeigten unsere eigenen Sessions mit Jannik und Florian, wie AI-driven Insights das Troubleshooting und die tägliche Intune-Administration transformieren. Im Identity-Track wurde diskutiert, wie AI Agents direkt in Entra ID integriert werden und wie MCP neue Möglichkeiten für Identity-Governance schafft. Und selbst im Data-Track ging es darum, wie ML-Modelle auf Streaming-Daten in Fabric trainiert und angewendet werden.
Das war die vielleicht grösste Erkenntnis auf Konferenz-Ebene: AI ist kein Silo mehr. Es ist eine Querschnittstechnologie, die sich in jeden Aspekt des Microsoft-Ökosystems einwebt – von Security über Identity bis hin zu Development und Automation.